Qualifizierung mit Hilfe von Large-Language-Models und Extended Reality als Antwort auf Fachkräftemangel, Integration und Energiewende
Projektbeteiligte der HSD (im Foto von rechts nach links): Mario Adam (ZIES), Stefan Graf (ZIES), Lars Telöken (MIREVI), Patrick Rathjen (ZIES), Christian Geiger (MIREVI), Matthias Neef (ZIES), Florian Huber (ZDD), Silke Tophoven (DIFA), Christian Steier (ZWEK), Isabell Bieber (DIFA), Julian Pollmann (ZDD), Marius Wohlfahrtstätter (ZIES).
Ansprechpartner: Patrick Rathjen
Laufzeit: 01/2026 – 12/2029
Fördeprogramm: HAW-Forschungsraumqualifizierung
Partner: Heinrich-Hertz-Berufskolleg, Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft, Handwerkskammer Düsseldorf, Kreishandwerkerschaft Düsseldorf, Dachverband der Handwerkskammern NRW, Bundesagentur für Arbeit, LAVAlabs GmbH & Co. KG, Avaluma.ai GmbH, RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.
Kurzbeschreibung:
Wie lassen sich Fachkräfte für die Energiewende gewinnen und qualifizieren, vor dem Hintergrund eines deutlich gestiegenen Flüchtlingsaufkommens im vergangenen Jahrzehnt, stark variierender Bildungsbiografien und einer zunehmenden Belastung des deutschen Bildungs- und Ausbildungssystems? Mit dieser Fragestellung befasst sich das interdisziplinäre Forschungs-Projekt KIViAzubi, das im Förderprogramm HAW-ForschungsraumQualifizierung (Förderkennzeichen 13HAW013FQ) bewilligt wurde und zum 01.01.2026 gestartet ist.
Ziel des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Vorhabens (Förderdauer 4 Jahre, 01.2026 - 12.2029) ist es, individuelle Lernvoraussetzungen systematisch zu berücksichtigen und gleichzeitig skalierbare Qualifizierungsangebote für das SHK-Handwerk zu entwickeln. Hierzu werden Künstliche Intelligenz (Large Language Models) und immersive Technologien (Extended Reality, XR) kombiniert, um individualisierte, interaktive und praxistaugliche Lehr- und Lernformate zu erforschen und umzusetzen.Ausgangspunkt für das Projekt war die Masterthesis von Patrick Rathjen am ZIES zur KI-unterstützten Ausbildung in der Energiewende. Im Kick-off-Meeting in der vergangenen Woche wurde der Projektansatz gemeinsam mit allen Beteiligten vorgestellt, abgestimmt und der Start der interdisziplinären Zusammenarbeit offiziell eingeläutet.
Interdisziplinarität als Schlüssel zur Lösung
Die Herausforderungen an der Schnittstelle von Energiewende, beruflicher Bildung und Integration lassen sich nicht isoliert bearbeiten. KIViAzubi setzt daher bewusst auf einen interdisziplinären Ansatz und bündelt Kompetenzen aus Energietechnik und Thermodynamik (ZIES), LLM-basierter KI und Data Science (ZDD), Mixed Reality und Visualisierung (MIREVI), Arbeitsmarkt- und Integrationsforschung (DIFA) sowie Didaktik, Weiterbildung und Lernmanagementsystemen (ZWeK). Durch diese enge Verzahnung können technische Inhalte didaktisch wirksam aufbereitet, soziale Rahmenbedingungen berücksichtigt und digitale Lehr-/Lernformate realitätsnah, skalierbar und nachhaltig in bestehende Bildungsstrukturen integriert werden. Gerade hierin liegt eine besondere Stärke der Hochschule Düsseldorf als Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Interdisziplinäre Forschung kann hier praxisnah, anwendungsorientiert und in enger Verbindung zu Lehre, Qualifizierung und Transfer umgesetzt werden.
Die assoziierten externen Projektpartner bringen hierbei zentrale Perspektiven aus beruflicher Bildung, Handwerk, Wirtschaft, Arbeitsmarkt sowie aus der Entwicklung digitaler Visualisierungstechnologien ein. Dazu zählen unter anderem das Heinrich-Hertz-Berufskolleg, das Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft, die Handwerkskammer Düsseldorf, die Kreishandwerkerschaft Düsseldorf, der Dachverband der Handwerkskammern NRW und die Bundesagentur für Arbeit, die reale Anforderungen aus Ausbildung, Qualifizierung und Integration in das Projekt einbringen. Ergänzt wird dieser Praxisbezug durch Technologie- und Visualisierungsexperten wie LAVAlabs GmbH & Co. KG und Avaluma.ai GmbH sowie durch das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, das arbeitsmarktbezogene Analysen und Evaluationen unterstützt.
Qualifizierung
Neben der Methodenentwicklung verfolgt KIViAzubi ein umfassendes Qualifizierungskonzept mit interdisziplinären Projekt- und Abschlussarbeiten, mehreren Promotionen sowie neuen Lehr- und Weiterbildungsformaten. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Projektumsetzung und laden Professor*innen, Mitarbeitende und Studierende ausdrücklich ein, sich mit Ideen für Abschlussarbeiten, Projektarbeiten, Lehrbeiträgen oder weiteren Kooperationsideen aktiv in KIViAzubi einzubringen.