In Deutschland werden fast 7 Millionen Haushalte mit Fernwärme versorgt [Quelle: bdew]. Bei rund 44 Millionen Haushalten ist damit fast jeder sechste an ein Fernwärmenetz angeschlossen. Die meisten Wärmenetze arbeiten mit hohen Temperaturen zwischen 70 und 110 °C; zugleich ist der Anteil fossiler Energieträger wie Erdgas, Kohle und Mineralöl mit über 60 % der gelieferten Wärme weiterhin sehr hoch.
Bei diesen hohen Temperaturen geht auf den teils sehr langen Fernwärmeleitungen bereits unterwegs viel Wärme verloren. Hinzu kommt, dass der fossile Anteil aus Gründen der Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit künftig durch erneuerbare Energien ersetzt werden muss. Um Effizienz und Nachhaltigkeit zu steigern, wird daher zunehmend auf niedrigere Temperaturen gesetzt. Dies erfordert jedoch auch eine Anpassung der Anschlüsse in den Haushalten — auch Haus- oder Wohnungsstationen genannt —, damit die Wärme effizient an ihren Bestimmungsort gelangt.
In einer von der Nachhaltigkeitsstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf geförderten Studie hat das ZIES eine Vielzahl unterschiedlicher Haus- und Wohnungsstationen untersucht und Best-Practice-Lösungen herausgearbeitet. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift HLH 06/2026 veröffentlicht;
hier können Fachpersonen die konkreten Handlungsempfehlungen kompakt herunterladen.